Wie erstelle ich eine Landingpage – der ultimative Guide (2021)

Landingpages erstellen - der ultimative Guide
von Frank Schatz

Landingpages mit WordPress erstellen, ist ein verbreitetes Thema. Gefühlt jeder, glaubt etwas darüber sagen zu können oder kennt sich angeblich gut mit dem erstellen von Landingpages aus. Dass dies offensichtlich nicht so ist, zeigt die Zahl der Landingpages die überhaupt nicht funktionieren und nicht verkaufen.

Damit du die wichtigsten Informationen zum erstellen von Landingpages an einem Ort findest, habe ich diesen Artikel geschrieben. Nach dieser Anleitung wirst du Landingpages besser verstehen können, weißt wie sie aufgebaut werden und wie du Landingpages selber erstellen und testen kannst.

Los geht’s!

Was sind Landingpages?

Landingpages sind gewöhnliche Webseiten wie jede andere und können mit einem gewöhnlichen Web-Browser aufgerufen werden. Landingpages sind deshalb besonders, weil Landingpages eine spezielle Aufgabe haben.

Damit Landingpages einen guten Job machen können, wird darauf geachtet, dass auf einer Landingpage möglichst keine Störer vorhanden sind.

Auf einer Landingpage arbeiten die Inhalte Hand in Hand, um den Besucher zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Diese Handlung könnte sein:

  1. Einen Kauf abschließen
  2. Einen Newsletter abonnieren
  3. Eine Kontaktanfrage stellen
  4. Ein Webinar buchen
  5. Zugang zu Inhalten anfordern

Diese Liste ist nicht vollständig und fast beliebig erweiterbar.

Sobald der Besucher die gewünschte Handlung ausführt, hat die Landingpage ihr Ziel erreicht. Dafür verzichtet die Landingpage auf jegliche Form von Ablenkung des Besuchers.

Die Ausführung einer gewünschten Handlung auf einer Landingpage nennt man Conversion (Umwandlung). Der Besucher zum Kunden, Interessenten, Teilnehmer und so weiter.

Wozu werden Landingpages gebraucht?

Lead-Pages

Die Aufgabe von Lead-Pages ist es, Daten von einem Besucher zu erhalten. Das können die E-Mail, Vorname, Name, Anschrift, Telefon und so weiter sein. Dabei werden um so mehr Daten abgefragt je hochpreisiger und Erklärungsbedürftiger das Angebot ist. Dieser sogenannte Lead dient zur weiteren Kontaktaufnahme und Informationserteilung. Dies kann sogar persönlich, durch einen Vertriebsmitarbeiter geschehen.

So sieht eine meiner Leadpages (above the fold) zur LAPCON aus:

Lead-Page Beispiel

Lead-Pages sollten mindestens folgende Fragen beantworten:

  1. Worum geht es?
  2. Was ist der Vorteil zum Wettbewerb?
  3. Wieso ist das für den Besucher relevant?
  4. Welchen Vorteil hat der Besucher?
  5. Was geschieht, wenn der Besucher das Angebot annimmt?

Sales-Pages

Sales-Pages haben das Ziel, ein Produkt zu verkaufen und in der Regel, sofort den Bezahlvorgang abzuschließen. Produkt steht dabei für jegliches Angebot, das zum Verkauf geeignet ist. Sales-Pages sind in der Regel vollautomatisiert und bedürfen keiner Mitarbeit vom Vertrieb.

Eine Sales-Page sollte mindestens folgende Fragen beantworten:

  1. Welches Problem wird gelöst?
  2. Für wen ist das Produkt geeignet?
  3. Wie geht es dem Kunden nach dem Kauf?
  4. Welche emotionalen Trigger können den Verkauf auslösen?
  5. Wie geht es anderen, die das Produkt gekauft haben?
  6. Wie hoch ist das Invest für die Lösung des Problems (Produktpreis)

Hier ein paar Beispiele:

Event-Pages

Events können kostenpflichtig und Gratis, online oder offline sein. Mit Event Pages können alle Arten von Veranstaltungen beworben werden. Wobei die Event-Page in Abhängigkeit von der Veranstaltungsart besonders gestaltet sein soll.

Ein Webinar zum Beispiel, hat andere Anforderungen an eine Landingpage als eine Lesung in einer Buchhandlung.

Bei Event-Pages sollten auf einen Blick folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Um was geht es beim Event?
  2. Welche Vorteile hat der Teilnehmer?
  3. Wann findet das Event statt?
  4. Wo findet das Event statt?
  5. Warum sollte  sich der Besucher sofort anmelden?
  6. Wie viel kostet das Event?
  7. Wie kann der Besucher sich anmelden?

Die generelle Anatomie einer Landingpage?

Eine Landingpage hat eine Basis-Struktur – die natürlich nicht in Stein gemeißelt ist. Tests können ergeben das für den einzelnen Zweck der Landingpage, diese vollkommen anders gestaltet sein muss.

Skizze einer Landingpage Struktur

Dies sind die Basis-Elemente einer Landingpage:

Headline (Schlagzeile)

Die Headline ist der wichtigste Satz auf der ganzen Landingpage. Die Headline sagt dem Besucher sofort, ob der Inhalt für ihn relevant ist. Dazu scannt das Gehirn des Besuchers Texte auf Schlüsselbegriffe. Mehr dazu erfährst du in dem Artikel Die Macht der Leseebene.

Eine Headline sollte nicht mehr als 7 bis 15 Wörter oder 65 Zeichen lang sein und den Nutzen sowie einen emotionalen Trigger enthalten. Wenn Du mehr als 15 Wörter brauchst, dann nutze die Subline für ergänzende Erläuterungen.

Die Einschränkung auf 65 Zeichen hat ihren Sinn. Einige Suchmaschinen wie Google schneiden in den SERP (Suchergebnislisten) die Titel nach 65 Zeichen einfach ab. Das sieht unschön aus und vermindert die Rate für organische Klicks.

Auf Mobilgeräten sieht die Welt noch ein wenig anders aus. Bei Mobilgeräten mit kleinen Displays werden die SERP zweizeilig ausgegeben. Um eine gewisse Prominenz in den Suchergebnissen zu belegen, sollten Titel mindestens 40 Zeichen lang sein.

Die Headline wir als Überschrift in HTML-Tag H1 ausgezeichnet. Es darf ein einziges H1-Tag auf einer Website oder Landingpage geben.

Fazit: Eine Headline beinhaltet 40 bis 65 Zeichen, bietet einen Nutzen und einen emotionalen Trigger und wird mit dem HTML-Tag H1 ausgezeichnet. Im Artikel Schlagzeilen die Verkaufen gehe ich noch mehr in die Tiefe.

Subline (Untertitel)

Die Subline wird ergänzend zur Headline verwendet, wenn der Platz in der Headline tatsächlich nicht ausreicht. Das kann bei komplizierten oder Erklärungsintensiven Produkten durchaus vorkommen.

In der Regel erhält die Subline den HTML-Tag H2 oder wird als Paragraf p ausgezeichnet.

Hier gilt ebenfalls so kurz wie möglich und so lang wie nötig.

Hero-Shot

Der Hero-Shot ist ein Foto, eine Grafik oder eine Illustration in höchster Qualität. Der Hero-Shot zeigt das Produkt in Benutzung oder ein Anwendungsbeispiel. Bei Dienstleistungen die persönlich erbracht werden, ist ein professionelles Bild des Anbieters gut um eine Beziehung zum Besucher aufzubauen.

Die Bilder müssen Einzigartig sein. Lass unbedingt die Finger von Bildern aus dem Internet, selbst wenn sie noch so kostenlos genutzt werden können. Die Einzigartigkeit ist notwendig, weil Suchmaschinen wie Google wissen, wo diese Bilder noch verwendet werden. Das kann negative Einflüsse auf die Findbarkeit und die Positionierung der Seite in den Suchergebnissen haben.

Wenn du aus verschiedenen Bildern Kompositionen machst, oder diese in einer Weise bearbeitest, das sie als “eigenes Werk” bestehen können. Ist die Einzigartigkeit gegeben. Diese Bilder kannst du verwenden.

Auf jeden Fall gil: Beste Qualität und eine Darstellung die die Aussage der Landingpage unterstützt.

Teasertext

Der Anreissertext ist eine kurze Zusammenfassung des Nutzens, der Lösung und soll spannend geschrieben sein, damit der Teasertext dem Leser/Besucher Lust macht weiterzulesen und mehr zu erfahren.

Benefit (Nutzen)

Der benefit beschreibt exakt wie das Produkt dem Besucher nach dem Kauf nutzt und welchen Mehrwert das Produkt für den Käufer schafft. Hilfreich und Wirksam für Suchmaschinen ist eine Aufzählungsliste. Aufzählungen haben eigene Regeln, die es zu Berücksichtigen gilt.

Wissenswertes über Aufzählungen findest du in Gesetze für Bullet-Listen.

Social-Proof

Menschen kaufen gerne Produkte, wenn sie wissen, das andere Käufer zufrieden mit dem gekauften Produkt sind. So darf auf keiner Landingpage eine Sektion mit Testimonials dem sogenannten Social-Proof fehlen.

Hier ein paar Zahlen die auf einem Artikel von Optinmonster basieren:

  • 87% der Kaufentscheidungen beginnen mit Online-Recherchen, bevor der Kauf getätigt wird.
  • 92% der Verbraucher vertrauen eher nicht bezahlten Empfehlungen als jeder anderen Art von Werbung.
  • Der Durchschnittsverbraucher liest 10 Online-Bewertungen, bevor er eine Kaufentscheidung trifft.
  • 88% der Verbraucher vertrauen Nutzerbewertungen ebenso wie persönlichen Empfehlungen.
  • 82% der Amerikaner geben an, vor dem Kauf Empfehlungen von Freunden und Familie einzuholen.
  • 63% der Verbraucher müssen den Claim Unternehmens 3-5x hören, bevor sie es tatsächlich glauben.
  • 70% der Menschen vertrauen einer Empfehlung von jemandem, den sie nicht einmal kennen .
  • 92% der Menschen vertrauen einer Empfehlung eines Kollegen.
  • Käufer benötigen durchschnittlich 40 Online-Bewertungen, bevor sie glauben, dass die Sternebewertung eines Unternehmens korrekt ist.
  • Käufer aller Altersgruppen erwarten bei der Online-Suche durchschnittlich 112 Bewertungen pro Produkt.
  • Käufer im Alter von 18 bis 24 Jahren erwarten durchschnittlich 203 Bewertungen pro Produktseite.
  • 85% der Verbraucher sind der Meinung, dass Online-Bewertungen, die älter als 3 Monate sind, nicht relevant sind.

Quelle: optinmonster.com

Call-To-Action (Handlungsaufforderung)

Das ist das Ziel welches die Landingpage verfolgt: Die Handlungsaufforderung so zu platzieren, dass der Besucher dieser nachkommt.

Landingpage haben eine einzige Handlungsaufforderung!

Es kann mehrere Aktionselemente, wie zum Beispiel Button, Links etc. geben. Alle diese Aktionselemente folgen einem einzigen Call-To-Action.

Wenn zu mehr als einer Handlung auf einer Landingpage aufgefordert wird, dann wird es

  1. schwer für den Besucher sich zu entscheiden.
  2. für den Text der Landingpage unmöglich das Optimum zu erreichen.
  3. die Conversion-Rate signifikant sinken.

Weiterhin muss der Besucher eine Entscheidung treffen. Das wird ihn anstrengen und im Zweifelsfall wird er keine Entscheidung treffen, damit er nicht denken muss. Das menschliche Gehirn ist, so leistungsfähig es ist, ein fauler Geselle dessen einziges Bestreben die Effizienz ist.

Handlungselement

Das Handlungselement ist ein interaktives Element auf der Landingpage, welches den Call-To-Action ausführt, sobald der Besucher damit interagiert. Einfach gesagt, ein Button, ein Link oder ein Eingabeformular für E-Mail Adressen samt “Absenden”-Button.

Garantien

Potenzielle Käufer lieben Garantien. Mit Garantien fühlen sich die Käufer sicher, noch einen Exit vom Kauf zu haben, wenn das Produkt nicht das verspricht was es hält.

So ist es üblich eine 30 Tage – Rückgabe ohne Fragen, Garantie bei digitalen Produkten zu geben. Diese Garantie beruhigt den Käufer ungemein, wenn er die Katze im Sack kaufen muss.

Interessanterweise ist es bei Präsenzseminaren oder Workshops anders. Da wechseln gerne tausende von Euros den Besitzer ohne zu Wissen was einen erwartet. Dann sitzt du im Seminar und erlebst vielleicht den Begriff “Fehlkauf” im Direct-Response Verfahren.

Hier wird wesentlich öfter und leichtfertiger der Verlust des Invests akzeptiert. Weißt du vielleicht warum das so ist?

Über Garantien schrieb, Nathan Hangen, einen lesenswerten Bericht auf dem Blog von Neil Patel.

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

Selbst wenn dein Produkt das erste Mal auf einer Landingpage gezeigt wird, gibt es Fragen die besucher immer und immer wieder stellen. Deshalb ist es wertvoll, die häufigsten Fragen zusammenzustellen und diese auf der Landingpage zu beantworten.

Glaub es oder nicht, du wirst trotzdem E-Mails oder Anrufe erhalten, wo dir diese Fragen trotz der Beantwortung, nochmal gestellt werden.

Letzten Endes basieren die Fragen auf einer Furcht des Käufers. Niemand möchte Geld verlieren, einem Betrüger aufzusitzen oder zu viel bezahlen.

Wenn du noch keine Fragen kennst, dann denk mal darüber nach, was du so wissen möchtest, bevor du ein Produkt kaufst. Ein paar Beispiele:

  • Was wenn mir das Produkt nicht gefällt
  • Wie komme ich an das Produkt, wenn ich bezahlt habe?
  • Was geschieht nach dem Kauf?
  • Wo bekomme ich Support?
  • Wie lange nach dem Kauf kann ich das Produkt zurückgeben?

Was sind übliche Conversion-Rates für Landingpages

Ich behaupte das es keine “üblichen” Werte für Conversion Rates gibt. Es geistern Zahlen wie 1 %, 2 % oder 3 % durch das Internet, die ich allesamt für Unfug halte. Ich erkläre dir warum ich das so sehe:

Mein Vater war Verkäufer für Nutzfahrzeuge im Aussendienst. Eines Tages, es war ein sonniger Frühlings-Samstag, fuhr ich mit meinem Motorrad zu ihm nach Hause um ihm einen Besuch abzustatten.

Wir saßen im Garten und tranken Kaffee als das Telefon läutete und um Beachtung warb.

Das Gespräch was ich, einseitig, mithören durfte verlief ungefähr so: “Ja Servus Schorsch, was verschafft mir die Ehre?”, “Ja alles gut. Und bei dir, wie geht es der Hand von deinem Junior?”, “Na Gott sei Dank.”, “Wie kann ich dir helfen?”, “8?, hmm kein Problem. 3 kann ich nächste Woche liefern und 5 in 3 Wochen.”, “3 Wochen sind zu lang? Hättest du letzte Woche bestellt wären es nur noch 2 Wochen!”, Gelächter …, “Also abgemacht. Ich schreibs auf. In Weiß, klar und beklebt – du lieferst rechtzeitig die Folien?”, “Ok, mein Lieber. Schönes Wochenende und Grüße an die Familie.”, “Ja. Servus. Ciao.”

19.000 Euro in 5 Minuten verdienen

Ein Kunde hat am Samstagnachmittag 8 Sattelzugmaschinen im Wert von rund 800.000 Euro bestellt! Am Telefon! Der Verdienst meines Vaters lag mit 2,4% vom Verkaufspreis bei Sage und schreibe rund 19.000 Euro! In 5 Minuten …

Wenn du so etwas als Außenstehender erlebst, kannst du es kaum fassen und wirst deinen Freunden erzählen das jemand in 5 Minuten 19.000 Euro verdient hat.

Was hat das mit der Conversion-Rate zu tun?

Die jahrelange Vorarbeit siehst du in solchen Momenten nicht, aber zurück zum Thema …

Mein Vater hatte regelmäßig solche Anrufe von Leuten, die bei ihm ein paar Nutzmaschinen kauften. Man kann sagen, er hat eine 100 % Conversion-Rate.

Wie erreichst du eine 100 % Conversion-Rate?

Es ist vermutlich nicht möglich im Internet eine 100 % Conversion-Rate zu erzielen. Trotzdem ist es wichtig immer auf das Ziel 100 % hinzuwirken. Das Geheimnis liegt in der Art des Verkaufens!

Mein Vater hat etwas sehr Schlaues getan. Er hat sich seine Produkte abkaufen lassen. Zu keiner Zeit ist er zu potenziellen Kunden gefahren und hat seine Produkte angeboten. Nein, er fuhr zu den potenziellen Kunden und machte … SmallTalk!

Er interessierte sich für das Geschäft, die Familie, die eingesetzten Maschinen und Fahrzeuge und fachsimpelte im Branchenjargon seiner Kunden in spe. Er baute Vertrauen auf, in dem er über nichts und niemanden negativ sprach, andere Produkte nicht schlecht redete und regelmäßig auf ein Kaffee oder Bierchen vorbeischaute.

Er ließ mal ein Prospekt liegen und wartete. Manchmal über ein Jahr, bis er vom Kunden angesprochen, ob er dem Kunden etwas verkaufen möchte!

Das ist echter, ehrlicher und nachhaltiger Vertrieb!

Mein Vater investierte in potenzielle Kunden. Baute Vertrauen auf und drängte niemanden zum Kauf.

Wenn du versuchst, jedem dein Produkt aufzuquatschen, wirst du sicherlich mit deiner Conversion-Rate im niedrigen einstelligen Prozentbereich bleiben. Außerdem hast du viel Arbeit, wenige Erfolge und vermutlich eine hohe Rückgabequote und viele Supportanfragen.

Tipps für eine hohe Conversion-Rate auf Verkaufsseiten

Landingpage Positionierung

  1. Sorge dafür das die Menschen deine Landingpage besuchen, die potenzielle Kunden sind (Zielgruppendefinition)
  2. Sorge dafür das die Besucher dich besser kennenlernen (About)
  3. Baue Vertrauen auf (Testimonials)
  4. Erzähle den Hintergrund des Produkts (Warum)
  5. Erkläre den Nutzen (Storytelling)
  6. Lass ein Prospekt liegen (Call-To-Action)
  7. Sorge dafür das die Besucher dir das Produkt leicht abkaufen können (Einfaches bezahlen, Leichte Erreichbarkeit)

Als kleines Unternehmen oder Solopreneur liegt es in deiner Hand Landingpages zu erstellen, die dieses Vorgehen forcieren und kannst entspannt Umsätze einfahren.

Quartalsgetriebene Unternehmen, haben keine Zeit mehr für so etwas. Da zählt Umsatz mal Marge und der Vertrieb verkommt zur Drückerkolonne. Dein Glück!

Womit kann ich Landingpages unter WordPress erstellen?

Generell unterscheide ich zwei Möglichkeiten, um Landingpages selber zu erstellen:

  1. Unternehmen die eine Software als Service anbieten (SaaS).
  2. Tools bei denen du die volle Kontrolle über seine Landingpages hat.

Beide Formen haben ihren Charme und wer mich kennt, weiß das ich gerne die Verantwortung und die Kontrolle ungern aus der Hand gebe. Bei Serviceanbietern bist du bei  Änderungen der AGB oder bei Änderungen der Geschäftsphilosophie oder der “Nicht Erreichbarkeit” wegen Ausfall, Hacking etc. schutzlos ausgeliefert.

Bei Pagebuilder Produkten kann eine Insolvenz oder Einstellung des Produktes ebenfalls zum GAU führen. Ich finde jedoch, bis dahin mehr Kontrolle zu haben.

Die Entscheidung liegt natürlich bei dir selbst. Allerdings habe ich noch ein weiteres Argument. Der östereichische Psychotherapeut Paul Watzlawick hat gesagt:

“Wenn du das tust was alle tun, bekommst du das, was alle bekommen.”

Als Unternehmer ist ein solches Ergebnis unbefriedigend und inakzeptabel. Du wirst in der großen weiten Welt durch deine Individualität wahrgenommen. Wenn du Individualität gegen Konformität tauschst, bist du kein Unternehmer, sondern ein Mitläufer.

Vielleicht kommen solche kleinprozentigen “normalen” Conversion-Rate Angaben, von Mitläufern, die das nachmachen, was andere vormachen.

Ich persönlich, weigere mich bei dem Quatsch mitzumachen und erreiche regelmäßig eine Conversion-Rate von über 40 % manchmal sogar über 60%. Natürlich, das ist weit weg von 100 %, aber ich arbeite daran.

Um diese Werte erreichen zu können, verwende ich keine fertigen Templates. Kein Template dieser Welt weiss welches Produkt ich anbiete und welche Führung der Besucher benötigt, um letztendlich der Handlungsaufforderung zu folgen.

Serviceanbieter

Es ist möglich Landingpages zu erstellen, ohne eine eigene Website zu betreiben. Sogar der Aufbau von E-Mail-Listen, der Bezahlprozess und die Auslieferung jeglicher Art von Produkten lässt sich outsourcen. Du musst dich nicht mit einer eigenen Website herumschlagen.

Ich stelle dir mal einige Anbieter kurz vor:

HubSpot

HubSpot bringt einen Landingpage-Designer zur Erstellung von Landingpages mit. Ab 41 US$ erhältst du ein Starterpaket mit dem neben der Erstellung von Landingpages, Live-Chat Komponenten und Anzeigenverwaltung zur Verfügung stehen.

Unbounce

Bei Unbounce bekommst du ein Starterpaket ab 80 US$ pro Monat. Ideal ist dies, wenn du gerade erst mit deinem Unternehmen angefangen hast. Die Begrenzung der Conversion liegt bei 500 und 20.000 Besuchern pro Monat.

Leadpages

Leadpages bietet ein 14-tage Testpaket an, damit du dich ein wenig mit dem Leistungsumfang vertraut machen kannst. Wenn du gar keine eigene Website betreiben möchtest, kannst du mit dem Profi Paket für 59 US$ aus hunderten Landingpagevorlagen auswählen und deine eigene Domain angeben. Es steht dir eine Bezahlfunktion und eine Opt In-Funktion für deine Besucher zur Verfügung.

Tools mit denen du unter WordPress, Landingpages erstellen kannst

Es gibt etliche Tools um unter WordPress Landingpages erstellen zu können. Der Markt ist unüberschaubar geworden. Selbst im Einsatz hatte ich PowerBuilder, Thrive Themes Membership, Elementor Pro.

Über PowerBuilder lohnt es sich m.E. nicht zu berichten. Deshalb schreibe ich über die Tools mit denen ich schon hunderte Landingpages erstellt habe: Thrive Architect und Elementor Pro.

Natürlich gibt es noch viele weitere Produkte. Weil ich diese noch nicht im Einsatz hatte, kann ich dazu nicht viel berichten, trotzdem möchte ich dir eine Auswahl nicht vorenthalten:

Beaver Builder

Divi Builder

WP Page Builder

Generate Press

Visual Composer

Landingpages mit dem Thrive Architect erstellen

Thrive Architect ist ein Plugin, welches einen PageBuilder und ein Portfolio von hunderten Templates mitbringt. Das Portfolio reicht vom kompletten Web-Auftritten über Landingpages, Danke-Seiten usw.

Der Thrive Architect kostet ab 67 US$ für eine Website und ist sofort einsatzbereit. Wer ein bisschen mehr zur Verfügung hat, kauft die Thrive Membership für rund 250 US$. Die Thrive Membership enthält nicht nur sämtliche verfügbaren Plugins von Thrive Themes, inklusive Split-Test Plugin und einem fast ausgewachsenen Learning Management System, sondern mit der Thrive Academy ein reichhaltiges Portfolio an Gratis Kursen zur Verfügung stellt. Außerdem kann die Umgebung auf 16 Websiten ohne weitere Lizenzkosten genutzt werden. Ein spezielles Angebot für Agenturen ist verfügbar, eine Testversion wird nicht angeboten.

Allerdings führt ein Template nicht zum Ziel, erfolgreiche Landingpages zu erstellen. Weil die Texte nicht auf Deutsch sind, müssen diese ggfs. für die eigenen Zwecke, mit Leben in der gewünschten Sprache gefüllt werden.

Hier zeigt sich ganz deutlich, dass es mit einem Template – egal aus welcher Quelle, noch lange nicht getan ist und die wirkliche Arbeit erst beginnt. Wie du diese mühselige Arbeit schnell und erfolgreich erledigen kannst, erfährst du in meinem “Landingpages die Verkaufen”-Workshop.

In diesem Video zeige ich dir, wie du mit dem Thrive Architect in kurzer Zeit jede beliebige Landingpage erstellen kannst – mit oder ohne Template:

[$Video]

Mit Elementor, Landingpages für WordPress erstellen

Elementor ist heute das Tool meiner Wahl. Es ist nicht ganz leicht aus dem miteinander verflochtenen Öko-System von Thrive Themes auszubrechen, deshalb habe ich alle Seiten neu erstellen müssen.

Leider bedeutete dies, in Sachen Suchmaschinen-Ranking, die eine oder andere Kröte schlucken zu müssen.

Für mich persönlich leiteten folgende Gründe meinen Umstieg ein:

  1. Geringere Updatezyklen: Ich wollte nicht, gefühlt jede Woche, auf all meinen Webseiten Anpassungen wegen irgendwelcher Mini-Updates durchführen, weil Google regelmäßig nach diesen Updates, Alarm für die betroffenen Webseiten auslöste.
  2. Gesteigerte Performance: Ich konnte mit GTMetrix deutliche Geschwindigleitsschübe messen. Nicht zuletzt deswegen, weil ich das äußerst schlanke “Hello”-Theme von Elementor einsetze
  3. Support: Seitdem sich einer der 2 Gründer von Thrive Themes offensichtlich anderen Unternehmungen widmet, hat meines Erachtens der Support nachgelassen. Ich erwarte einfach eine Ansprache auf Augenhöhe und Lösungen. Natürlich konnte ich nicht vorher wissen ob der Support von Elementor für mich besser ist. Positiv ist bisher, dass ich den Support noch gar nicht in Anspruch nehmen musste, obwohl ich schon wilde Sachen mit Elementor Pro anstelle.

Nachteilig ist bei Elementor, zumindest wenn du so wie ich, aus dem Thrive Themes Öko-System kommst. Elementor bietet in der Pro-Version nicht annähernd die Funktionalität von der Thrive Themes Membership. Hier muss dann bei Bedarf mit externen Plugins nachgeholfen werden.

Was sich zunächst als Nachteil anhört, ist heute betrachtet ein Segen. Ich vermeide externe Plugins wo immer es geht. Wie auf einer guten Landingpage stelle ich mir grundsätzlich die Frage:

Warum ist es so wichtig diese oder jene Funktionalität zu haben?

Meistens stellt sich heraus, dass die mit einem externen Plugin gelieferte Funktionalität nicht notwendig ist! Das hält die Performance hoch. Verringert die Anfälligkeit der kompletten Website und bietet weniger Angriffsfläche für die Idioten, die dafür verantwortlich sind, das rund 1000 Angriffsversuche pro Tag auf meinen Webseiten stattfinden.

Elementor ist in der Basis-Version kostenfrei nutzbar! Im Prinzip reicht diese Version aus, um vollwertige Websites zu betreiben. Bei der Pro Version erhältst du zusätzlich noch:

  • den Theme-Builder
  • ein Formular-Widget
  • Pro Templates und Blocks
  • Countdowns
  • Postlists
  • Pricelists
  • WooCommerce Integration
  • usw.

Persönlich finde ich die Blocks und Templates nicht besonders gut und die Auswahl im Vergleich zu Thrive Themes als eingeschränkt. Mir macht das nichts aus, weil ich ohnehin keine Templates, ausser meine selbst gebauten, verwende.

Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich in Ordnung. So kostet Elementor Pro zur Verwendung auf einer Website 49 US$, auf 3 Websites 99 US$ und angemessene 199 US$ zum EInsatz auf 1000 Websites.

Elementor gibt die Anwenderzahl mit über 5 Millionen an. Selbst wenn der Wert zur Hälfte wahr ist, ist der Social-Proof für das Produkt beeindruckend.

In diesem Video zeige ich dir wie du Landingpages mit Elementor Pro erstellst:

[$Video]

Welche Vorarbeiten sind nötig, um erfolgreiche Landingpages unter WordPress zu erstellen?

Produktstory (Warum)

Beginne mit einem Warum. Warum gibt es dein Angebot? Warum ist dein Angebot es Wert zu existieren? Warum hast du das Angebot entwickelt? Das ist die Kernfrage von allem. Simon Sinek erklärt in seinem Tedx Beitrag “Start with a why” warum das Warum so wichtig ist.

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Zielgruppe

Du musst wissen, für welche spezifische Gruppe von Menschen dein Angebot interessant ist. Versuche nicht an jeden zu verkaufen, denn dein Angebot hat eine Zielgruppe, die exakt dazu passt.

Wenn die Zielgruppe exakt spezifiziert ist, wirst du eine gute Conversion-Rate erzielen können. Bei der Pay-per-Click Werbung wirst du durch die genaue Definition der richtigen Zielgruppe viel Geld sparen können, weil die “richtigen” Besucher auf deine Landingpage gelangen.

Persona

Die Persona ist noch wichtiger als die Zielgruppe. Du brauchst eine Persona als Stellvertreter für deinen Wunschkunden. Das ist der Kunde , an den du am liebsten verkaufen möchtest und 100 % zu deinem Angebot passt.

Problem

Gehe auf deiner Landingpage immer zuerst auf die Sorgen, Nöte und die Probleme ein, die dein Landingpage-Besucher hat und mit deinem Angebot lösen kann.

Finde heraus wie sich dein Besucher fühlt. Was die aktuelle Situation mit ihm macht und sei empathisch. Suche emotionale Trigger damit der besucher sich in deinem Text mit seinen aktuellen Sorgen wiederfindet und er weiß, das du ihn verstehst.

Lösung

Hier beschreibst du das Gefühl das der Landingpage-Besucher nach dem Kauf deines Angebots haben wird. Finde Argumente, wieso es dem Käufer deines Angebots besser gehen wird und erstelle eine Liste mit den Verbesserungen und positiven Veränderungen die der Besucher erleben wird.

Intention

Welche Intention/Absicht veranlasst den Besucher auf die Website zu kommen. Liste die Absichten auf, die auf dein Angebot zutreffen können. Das können Absichten wie Recherche, Kauf, Informationsgewinn, Unterhaltung etc. sein.

Erwäge für jede Absicht eine eigene Landingpage zu erstellen oder dynamisiere den Inhalt entsprechend.

Warum müssen Landingpages getestet werden?

Testen bedeutet, zu messen wie sich die Präsentation einer Landingpage auf den Erfolg – die Ausführung des Call-To-Actions, verhält. Um eine Landingpage zu verbessern, werden Hypothesen aufgestellt, warum ein Besucher der Handlungsaufforderung gefolgt ist.

Das ist schon gut, allerdings bei der niedrigen Conversion-Rate von ca. 3 %, die als “Normal” angepreist wird, halte ich die Fragestellung zur Erarbeitung einer Hypothese für falsch.

Meiner Meinung nach, ist es besser zu fragen, warum ein Besucher der Handlungsaufforderung NICHT gefolgt ist. Damit könnt eine Hypothese 97 % abdecken, anstelle von mickrigen 3 %.

Durch Tests kannst du herausfinden, ob eine Landingpage optimale Ergebnisse erzielt und entsprechend bewerten und handeln.

Testverfahren für Landingpages mit WordPress

Blur-Test

Dieser Test ist sehr leicht durchzuführen. Du brauchst nichts weiter als ein Screenshot und ein Bildbearbeitungsprogramm. Beim Blur-test gehst du wie folgt vor: Zunächst machst du dir ein Screenshot von deiner Landingpage. Auf dem Screenshot sollte der “above the fold”-Teil zu sehen sein. Das ist der Teil der sofort beim Aufrufen der Landingpage ohne zu scrollen, im Browser sichtbar ist.

Diesen Screenshot bearbeitest du, mit einem Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl, mit Unschärfe. Du erhöhst die Unschärfe so lange, bis einige Elemente der Landingpage prominent aus dem Screenshot herausstechen, ohne dass du sie wirklich erkennen kannst. Diese Elemente sind diejenigen welche, einem Besucher als Erstes ins Auge fallen. Dein Titel noch dein Heroshot noch deine Handlungsaufforderung oder dein Aktionselement ist, solltest du deine Landingpage entsprechend umgestalten.

Memory-Test

Der Memory-Test ist ebenfalls ein Test, der sehr leicht durchzuführen ist. Zeige deine Landingpage Freunden, Bekannten oder der Familie. Zeige die Landingpage aber nicht länger als 5 Sekunden. Sind die 5 Sekunden um, schließe das Browser-Fenster.

Frage den Betrachter jetzt, woran er sich von deiner Landingpage erinnern kann.

Hier gibt es oftmals Überraschungen, mit denen du nicht gerechnet hast. Auf jeden Fall ist der Memory-Test immer ein sinnvoller und leicht durchzuführender Test um die Wirkung deiner Landingpage am lebenden Objekt überprüfen zu können.

Split-Test

Der Split-Test oder AB-Test genannt ist der am häufigsten genutzte Test unter den Landingpage-Tests. Das Ziel dieses Tests ist es, zwei Variationen von einer Landingpage gegeneinander zu testen.

Die Vorbedingung für den Split-Test ist, dass es eine Master-Landingpage und eine Variante der Landingpage gibt.

Die Variante ist eine Kopie der Master-Landingpage, auf der ein einziges Element verändert wird. Danach werden beide Landingpages live gestellt und über einen Mechanismus wird der Becucherstrom (Traffic) zu je 50 % auf den Master und die Variante verteilt.

Nach einer frei festlegbaren Zeit – abhängig von der Höhe des Traffics, wird überprüft, auf welcher Landingpage die meisten Conversions stattgefunden haben. Die Landingpage mit den meisten Conversions ist dann der neue Master. Es kann sein, dass der alte Master gewinnt und somit Master bleibt, weil die Veränderung keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung gebracht hat.

Um kostenlose Split Test durchzuführen, kannst du z.b. mit dem Google Optimize Tool arbeiten. Wenn du Thrive Themes als Member im Einsatz hast, kannst du deren Thrive Optimize Plugin benutzen.

Wenn du bei einem Serviceanbieter deine Landingpages hostest, kannst du in den meisten Fällen deren mit angebotenes Split-Test Modul verwenden.

Multivariate-Test

Der Multivariate-Test ist ein besonderer Split-Test. Hier werden mehr als ein Element verändert, ausgetauscht und getestet. Es gibt einen Master und viele Varianten die gleichzeitig gegeneinander antreten.

Multivariate-Tests sind sehr aufwendig und erfordern neben Zeit, Geld, erfahrenes Personal und sehr viel Traffic um die Tests erfolgreich durchführen zu können.

Es ist selten zu beobachten, dass kleine Unternehmen Multivariate-Tests einsetzen.

Profi-Tipps für Landingpages

Besucher zu Kunden machen

Zum Schluss möchte ich dir noch einige Tipps für deine Landingpage mitgeben. Allein diese Tipps sind zum Erzielen einer höheren Conversion-Rate bares Geld wert. Ich freue mich, wenn dir diese Tipps weiterhelfen können.

Den Message Match beachten

Der Message-Match ist der Grad der Übereinstimmung zwischen dem Herkunfts-CTA und deiner Zielseite, deiner Landingpage.

Achte immer darauf, dass das Erscheinungsbild deines Herkunft-CTA mit dem Erscheinungsbild der Zielseite übereinstimmt. Der Herkunfts-CTA kann z.B. ein Gastbeitrag auf einem Blog sein, oder es kann eine bezahlte Werbung sein, eine Bannerwerbung oder ein Bild auf das geklickt werden kann.

Es ist wichtig das sowohl die Farben und die Schriftart – wenn möglich, der Slang und die Kernaussage übereinstimmen. Je höher die Übereinstimmung ist, umso “Richtiger” fühlt sich der Besucher auf deiner Zielseite angekommen ist.

Hältst du den Message-Match nicht ein, merkt der Besucher unbewusst, dass irgendetwas nicht stimmt und wird deine Landingpage in kürzester Zeit wieder verlassen.

Die Absicht des Besuchers berücksichtigen

Jeder Besucher der deine Landingpage erreicht, hat eine bestimmte Absicht. Normalerweise kommen die Besucher über einen Herkunfts-CTA, wie einen Link in einem Blogpost, Display Werbung oder andere Herkunfts-CTA.

Ein Nutzer klickt dann auf einen CTA, wenn er zu seiner momentanen Absicht passt. Die Absicht eines Besuchers kannst du über die verwendeten Keywords erkennen.

Gibt jemand in den Suchschlitz einer Suchmaschine “Waldsterben” ein, so möchte er sich vermutlich über das Waldsterben im Allgemeinen informieren. Gibt er den Begriff “Waldsterben verhindern” ein, dann möchte er vermutlich Methoden kennenlernen, die das Waldsterben verhindern können.

Auf diese Fälle solltest du mit unterschiedlichen oder dynamisch gestalteten Landingpages reagieren, damit du die zur Absicht passende Ansprache verwenden kannst.

Das Endgerät des Besuchers berücksichtigen

Wenn es möglich ist das Endgerät des Nutzers zu erkennen, solltest du Gebrauch davon machen. Stell dir vor, du hast ein Reisebüro für luxuriöse Karibik-Reisen.

In einem Fall kommt ein Besucher mit einem Desktop-PC auf deine Landingpage, im anderen Fall mit einem Smartphone.

Dem Besucher mit dem Desktop-PC kannst du umfangreiche Informationen liefern und vielleicht sogar dazu bewegen eine Reise zu buchen und zu bezahlen. Das kannst du tun, weil du vermutest, dass er sich in einer relativ abgeschirmten Umgebung mit ausreichend Privatsphäre befindet und vermutlich nicht gestört wird.

Beim Besucher mit dem Smartphone ist das etwas anderes. Erstens hat dieser Besucher wenig Platz auf dem Display und es ist vielleicht mühselig die Zahlungsdaten für die Buchung einzugeben. Vielleicht um so schwerer, wenn er sich in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in einer anderen hektischen Umgebung mit wenig Privatsphäre befindet.

Anstelle dem Smartphone-Benutzer nun eine Reise verkaufen zu wollen, kannst du um seine E-Mail-Adresse bitten und ihm versprechen, interessantes Informationsmaterial zuzusenden.

Ladezeiten verringern

Zeit ist Geld und das kannst du bei Landingpages wörtlich nehmen! Suchmaschinen wie z.B. Google messen mit ihren Algorithmen wie schnell deine Landingpage zur Verfügung gestellt wird und wie lange es dauert bis der Besucher sie betrachten kann.

Diese Performance fließt in den Bewertungsalgorithmus ein, der bestimmt, an welcher Position (Ranking) deine Landingpage erscheint.

Eine gute Methode um die Geschwindigkeit deiner Landingpage zu messen, ist das GTmetrix-Tool. Du gibst dort deine Domain oder eine Zielseite an und es werden dir umfangreiche Messwerte zur Verfügung gestellt, anhand derer du die Performance deiner Seite verbessern kannst.

So sah ein Resultat von frankfragen.com bei GTMetrix aus:

Performance für frankfragen.com bei GTMetrix

Oftmals verhindert dein Hoster kurze Ladezeiten. Verschaffe dir einen Überblick über schnelle Hoster und ziehe einen Wechsel zu einem anderen Hoster in Betracht.

Das Angebot künstlich verknappen

Scarcity ist die künstliche Verknappung eines Produktes. Diese Verknappung ist ein Verstärker und kann einen Besucher dazu bewegen, einer Handlungsaufforderung nachzukommen.

Verknappung baut einen gewissen Druck auf. Wenn ein Angebot Mengenmäßig begrenzt oder zeitlich eingeschränkt oder gar einmalig verfügbar ist, wird der Druck für den Besucher deiner Landingpage hoch.

Damit fütterst du die Furcht des Besuchers, etwas zu verpassen.

Wann immer du Verknappung einsetzt, achte darauf eine glaubhafte Erklärung zu haben und zu liefern. Ein digitales Produkt wegen Lagerhaltung zu verknappen ist wohl nicht die schlauste Idee.

Stattdessen sagst du: “Ich verkaufe so viele Lizenzen/Produkte, wie ich Support für meine neuen Kunden bieten kann.”. Das klingt stimmig und liefert noch ein Qualitätsargument zu deinem Vorteil.

Wenn du bei dem Grund der Verknappung lügst, wird dass der Besucher merken und dein Angebot ablehnen.

Den Herdentrieb ausnutzen

Menschen sind soziale Wesen und Herdentiere. In der Gruppe fühlen wir uns sicher und wohl. In diesem Punkt sind wir wie Schafe oder Lemminge.

Wenn die Leithammel ein Weg einschlagen, folgen ihm die anderen egal wohin es geht. Analog zu den Lemmingen die eine Klippe hinunterspringen, nur weil der Anführer aus Versehen abgestürzt ist.

Mach dir den Herdengrieb auf deiner Landingpage zu nutze. Arbeite z.B. mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Letztens habe ich auf einer Webseite gesehen, wo Tickets für eine online Konferenz angeboten werden. Da steht allen ernstes: “Schon 75.000 Teilnehmer”. 75.000 Leute sollen schon ein Ticket haben und weil du noch keines hast, dich das Thema aber interessiert, fühlst du dich abgehängt.

Dann steht da noch: “Nur noch heute erhältlich.” Die Verknappung steigert noch die Furcht das Event zu verpassen und wenn ohnehin schon so viele dabei sind, willst du doch mitmachen … Oder nicht?

Durch diese Werbeaussage kann es gut sein das sich diese Prophezeiung selbst erfüllt.

Das ist ein bisschen wie mit dem Toilettenpapier während der Pandemie.

Mobile Benutzerfreundlichkeit erreichen

Gestalte deine Landingpages immer zunächst für Smartphone-Nutzer. Achte darauf das alle Informationen gut sichtbar sind und die Ladezeiten kurz gehalten werden.

Wenn du viele Bilder verwendest, prüfe, ob du nicht einige Bilder auf der Smartphone-Version weglassen kannst. Kürzere Texte schreibst und die Schrift etwas kleiner machst.

Den mobilen Geräten gehört die Zukunft!

Schluss jetzt.

Ich musste diesen langen Artikel schreiben, weil ich für einen kurzen keine Zeit hatte. (Frei nach Goethe, Pascal oder wem auch immer das Zitat zugeschrieben wird)

Was sind deine Erfahrungen beim erstellen von Landingpages? Schreib mir einen Kommentar.

Bleib Erfolgreich!

Frank

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